Samstag, 19. November 2011

Engel auf Erden

Als Kind war das eine meiner Lieblingssendungen - mit viel Rührung und Tränen habe ich diese Sendungen mit einem meiner Lieblingsschauspieler Michael Landon geschaut.
Da waren Menschen in argen Nöten, waren verzweifelt wussten weder ein noch aus und da kam der Engel und rettete sie - ach wie war das schön und so herrlich unrealistisch.

Doch ich selber durfte so etwas unrealistisches erleben und wann immer ich an meinem Schöpfer gezweifelt habe, durch dieses Erlebnis bin ich ihm wieder etwas näher gekommen.

Zu unserer Geschichte:
Wir wohnten mit unseren Hunden in einer Mietwohnung, die unsere Hundezucht akzeptierte, mehr noch, sie erlaubten uns viele Umnbauten für unsere Hunde herzurichten.
5 Jahre wohnten wir in dieser Wohnung und kamen gut mit unseren psychisch schwer kranken Vermietern aus.
Immer waren wir für die beiden Menschen da, selbst ihre Kinder kamen , wenn sie Probleme hatten im Gegenzug duldeten sie unsere vielen Hunde, die sicher so manches Mal herumgekläfft haben.
Nach dem Motto _ eine Hand wäscht die andere- lebten freundschaftlich miteinander und feierten sogar Geburtstage, Weihnachten und Silvester zusammen.
Nach 5 Jahren erklärten unsere Vermieter, dass sie das Haus verkaufen müssten und baten uns einen neuen Wohnraum zu suchen.
Wir waren sehr traurig darüber, aber wir wollten keinen Streit, obwohl wir einen 10 Jahres-Mietvertrag hatten.Wir waren 5 Jahre sehr gut miteinander aisgekommen - das wollten wir nicht zerstören.

Warum das unerwartet kippte, vermutlich wegen dem Geld?!?
Aus unseren "Freunden" wurden urplötzlich Feinde. Sie wollten, dass wir sofort ausziehen sollten und versuchten das mit einem Anwalt durch zu setzen.
Dazu fehlte ihnen die rechtliche Grundlage und somit begann ein unbeschreiblicher Terror.
Heizung wurde abgeschalten, Wasser und Strom waren weg, Hunde wurden aus der Wohnung gelassen usw.usw.  - wir waren mit unseren Nerven völlig am Ende.
Wir suchten verzweifelt nach einem Wohnraum, aber wer nimmt schon einen Hundezüchter mit 10 Hunden?
Kaufen war für uns nicht möglich.

Ich habe nur noch geweint - wo sollte ich mit meinen Hunden hin. Klar , rechtlich könnten wir darauf bestehen dort wohnen zu bleiben, doch wir trauten uns schon nicht mehr aus dem Haus, weil diese kranken Menschen immer unmöglichere Ideen hatten uns das Leben zur Hölle zu machen.
Meine HUnde abschaffen, kam für mich überhaupt nicht in Frage.

Bei einigen vertrauten Menschen weinte ich mich aus - ich wußte wirklich nicht mehr was ich machen sollte.
Ein Ehepaar hatte von mir 2 Hunde bekommen, die sie abgöttisch liebten, auch sie mussten sich meinen Kummer anhören.



Diese beiden Menschen hörten sich mein Leid an, kamen 500 Kilometer zu mir gefahren, kauften ein Haus in das wir uns verliebt hatten, vermieteten es an uns das und erklärten , dass wir, wenn wir das irgendwann können, es später kaufen könnten.
In all meinem Kummer kamen zwei Menschen, die ich vielleicht 5 Mal kurz gesehen hatte und schenkten uns den Himmel auf Erden.
Und nicht nur, dass diese beiden "einfach mals so" kamen und unser zu Hause, unser "Steinwitz-Schloß" ermöglicht haben, sie kamen auch noch viele Male, um die wichtigsten Reparaturen zu erledigen, "einfach mal so" .
Es waren noch viele Stolpersteine bis wir hier einziehen durften - doch ohne unsere "Engel auf Erden" wäre das alles niemals möglich gewesen.

Bei Geld hört die Freundschaft auf , ein wichtiges Sprichwort - doch es geht auch anderst. Geld kann nicht alles beherrschen.
Immer und immer wieder , wenn ich voller Freude meine Hunde und "mein" Zuhause betrachte, sage ich Danke.
Danke an meine Engel auf Erden.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gisela

Ich hatte gerade mein 2. Kind geboren, meine Wunschtochter und ich war völlig verunsichert. Mein erstes Kind war sehr schwierig gewesen und somit zweifelte ich an mir und meinen Fähigkeiten als Mutter.
Gisela war meine Hebamme, sie sollte mich nach der Entbindung zu Hause betreuen. 2 Stunden nach der Geburt der schönsten Tochter der Welt, war ich zu Hause.

Gisela kam und betrachtete den winzigen Erdenbürger. Feinfühlig bemerkte sie meine Unsicherheit.
Ich kann heute nicht sagen wie diese Frau es gemacht hat, sie kam in das Zimmer und strahlte. Sie lächelte und lachte, so daß der ganze Raum von Freude erfüllt wurde.
Schon nach wenigen Tagen glaubte ich ihr, dass ich die weltbeste Mama bin und die Mutterrolle meine Berufung wäre. Sie hätte in ihrer langjährigen Zeit noch nie so eine fantastischen junge Mutter erleben dürfen.Heute ist mir klar, dass sie das sicher zu vielen jungen Müttern gesagt hat, doch mir half es sehr, ich glaubte ihr jedes Wort, das tat so gut.
Ich liebe diese Frau, die auch Patentante meiner Tochter wurde.
Eine Frau, die einen Raum nur durch ihr Erscheinen mir soviel positiver Energie füllen konnte, die mich tief einatmen lies und in mir pure Lebensfreude erweckte.
Diese wundervolle Frau hatte selbst soviel schweres in ihrem Leben bestehen müssen und behielt ihren Glauben an sich, an Gott und an die Menschen.
Unerschütterlich lächelt sie in alle Situationen hinein und schaffte es tatsächlich immer ein wenig Licht in die Traurigkeit zu bringen.
Ich empfand sie damals als meinen Engel. Sie hat es in einigen Wochen geschafft, dass ich an mich als Mutter glaubte. Danke Gisela !

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Besondere Menschen: Menschen

Besondere Menschen: Menschen: Oft liest man in den Medien haarsträubende Geschichten unserer Mitmenschen. Da gibt es Kinderschänder, Mörder, Sadisten usw. Entsetzt fest...

Menschen

Oft liest man in den Medien haarsträubende Geschichten unserer Mitmenschen. Da gibt es Kinderschänder, Mörder, Sadisten usw.

Entsetzt festigt sich ein sehr negatives Bild über uns - argwöhnisch und misstrauisch schaut man seine Mitmenschen an und ahnt nicht, welch wunderbare Menschen man sich durch dieses Misstrauen entgehen lässt.

Ich selbst bin ein professioneller Fettnäpfchentyp - warum ?!? ....weil ich blauäugig immer und immer wieder auf die Menschen zugehe und ihnen "blauäugig" vertraue.
Zugegeben, durch dieses "ihr seit sicher nette Menschen" Verhalten habe ich nicht nur schöne Erlebnisse zu verzeichnen. So einige derbe menschliche Grausamkeiten musste auch ich in der Schulde des Lebens durchstehen. Aber ich habe auch die "besonderen" Menschen kennen lernen dürfen.
Menschen, die mich begleiten ( die unangenehmen sollte man streichen) , die mir wichtig sind und die ich nicht missen möchte.
Und genau aus diesem Grund möchte ich gerne der "Fettnäpfchentyp" bleiben, denn meine Blauäugigkeit hat mir einige sehr wertvolle Menschen beschert, von denen hier erzählt werden soll.